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KOSTBARE SCHWARZPAPPELSALBE


Mein Knospenölauszug ist heute fertig geworden und was ist naheliegender als ihn umgehend in eine Salbe zu verwandeln?


Wie schon im vorigen Post berichtet, enthalten die Knospen kostbare Inhaltsstoffe die einen Bericht und eine Zubereitung wert sind. Im Knospenmaterial sind Phenolglycoside, ätherische Öle, Gerbstoffe und Harze (Cutin) enthalten. Phenolglycoside sind organische Verbindungen bei der ein Alkohol über eine glycosidische Bindung mit einem Zucker verbunden ist. Diese Phenolglycoside sind denen der Weide (Salix) sehr ähnlich, deren Hauptwirkstoff das Salicin ist.


Zusammen mit den enthaltenen ätherischen Ölen und Harzen haben die Knospen eine entzündungshemmende, schmerzlindernde und antibakterielle Wirkung.


Für den Knospenölauszug habe ich auf 75 g Olivenöl und 75 g Hanföl 1 EL klein geschnittene Knospen beigemengt und 3 Wochen ausziehen lassen. Danach abgeseiht und als Salbenbasis verwendet.

Für die Salbe habe ich 150 g Knospenölauszug mit 30 g geklärtes Fichtenharz über Wasserdampf langsam im Öl gelöst. Fichtenharz verstärkt die Inhaltsstoffe der Pappelknospen, es ist ebenso entzündungshemmend, desinfizierend und wundheilend. Im Anschluss bei geringer Hitze 8 g Bienenwachs in der Ölmischung geschmolzen. Nach dem Kaltrühren habe ich noch 5 g Weihrauchtinktur, ein paar Tropfen ätherisches Weihrauch Öl beigemengt und in Braunglas abgefüllt.


Und fertig ist die Schwarzpappelknospensalbe, meine beanspruchten Handwerker Hände werden sich freuen!!!


Die Salbe ist kühl und dunkel mindestens 1 Jahr haltbar.