DAS VEILCHEN

April 5, 2016

 

Geht es euch auch so wie mir? Zurzeit sehe ich überall nur Veilchen! Ein Grund sich mit diesem wundervollen Frühlingsboten näher auseinanderzusetzen.

 

Das Veilchen zählt zu den ältesten Heilpflanzen und wurde zur Behandlung von Bronchialkatarrhen, Keuchhusten, Epilepsie, Entzündungen und Kopfschmerzen eingesetzt. Dank Hildegard von Bingen hat es sich einen festen Platz in der Frauenheilkunde erobert und zwar als Narbenmittel. Die Volksmediziner schätzen ähnlich wie das verwandte Stiefmütterchen das Veilchen seit langem als Hautheilpflanze. Einst verarbeitete man die ganze blühende Pflanze zu Brei und brachte diesen als Umschlag auf Geschwüre, Hauterkrankungen oder Verbrennungen auf. Vor allem die in den Blättern vorkommenden Saponine regen den Hautstoffwechsel an und verfügen über antimikrobielle Kräfte. Bei regelmäßigen Gebrauch löst die Veilchencreme manchmal derbes Narbengewebe auf und hat sich als erweichendes Mittel bei veralteten Narben und Narbenwülsten bewährt.

 

Wenn wir die Signatur und die Astrologie betrachten deutet die Blütezeit (März-April) und der Wohlgeruch auf venushaftes Wirken hin. Die Frühlingsblume ist ein Attribut der Liebesgöttin Aphrodite. Die Ausläuferbildung des Veilchens deutet auf die Planetenkraft Merkur hin, der über Stoffwechsel und Hormone regiert. Die dunkelvioletten Blüten erlauben eine Zuordnung zu Neptun, dem Planeten, der über alles Berauschende regiert. Vielleicht galten Veilchenkränze aus diesem Grund in der Antike als Heilmittel gegen Katzenjammer nach Trinkgelagen?

Violett ist die dunkelste Farbe, und nach dem Ähnlichkeitsprinzip galten einst alle violett blühenden Blumen in der Volksmedizin als Heilmittel bei melancholischen Zuständen und „dunklen Stimmungen“.

 

WIRKSTOFFE: Das blühende Kraut enthält Glykoside, Saponine, Bitterstoffe, Odoratin, den Farbstoff Cyamin, Vitamin C und Mineralstoffe.

 

HEILWIRKUNG äußerlich wundheilend und narbenauflösend, innerlich blutdrucksenkend, blutreinigend und schleimlösend.

 

VEILCHENCREME NACH HILDEGARD VON BINGEN

20 g frisch blühendes Veilchenkraut, 10 ml Olivenöl, 20 g Ziegenfett, 3-4 Tropfen ätherisches Rosenöl. Das sehr fein zerkleinerte Veilchenkraut zusammen mit dem Olivenöl und Ziegenfett in einer Schüssel im Wasserbad unter ständigem Umrühren erhitzen. Wenn sich das Fett verflüssigt hat, noch einige Minuten weiterrühren und erst dann den Brei abseihen. Im Erkalten noch 3-4 Topfen Rosenöl einrühren, damit die Salbe besser riecht und länger haltbar bleibt. 1 Jahr haltbar.

 

 

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